Jazz & Bluesparty 2022

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Endlich!!! Wiederauflage der Jazz & Blues-Party 2022.

Hier der Bericht von Ulla Meyer aus 2019:

Viel los bei der Jazz & Blues-Party in der Paderhalle

Vier Bands sorgen für gute Stimmung und ausverkauftes Haus

Ulla Meyer

Paderborn. Wer am Samstagabend zur traditionellen Jazz & Blues-Party in die Paderhalle wollte, staunte über eine Art Zeremonie, die man nur aus angesagten Clubs in angesagten Großstädten kennt: Lange Schlangen vor der Tür und ein höflicher Zeremonienmeister, der den Einlass kontrollierte.

Allerdings gab es dann doch keine Gesichtskontrollen, die Veranstaltung war schlicht ausverkauft, und diejenigen, die sich spontan zu Besuch der Jazzparty entschlossen hatten, mussten warten oder weiterziehen.

Seit einigen Jahren heißt der gute alte Jazzbandball nicht mehr Ball, sondern Party und ist wahrscheinlichschon damit für die Paderborner attraktiver geworden. Denn nicht nur die in Ehren ergrauten Mitglieder des Jazz-Clubs waren vollzählig anwesend, auch jede Menge junge Leute mit Spaß am guten Sound. Und der ist natürlich garantiert, denn mit den vier Bands, von denen immer jeweils zwei zeitgleich in unterschiedlichen Foyers der Paderhalle aufspielten, hat jeder Jazzfan in der Paderstadt schon mal abgefeiert. Erst im Dezember mit der Latvian-Blues-Band in der Cafeteria der Kulturwerkstatt, wo Frontmann Bukovski (der heißt wirklich so) schon deutlich machte, dass die Band aus Riga nicht nur virtuosen Spitzenblues kann, sondern auch Party.

Drei Party-Blocks à 45 Minuten

Die Party wurde jetzt in drei Blocks nachgeliefert. Man sang gemeinsam die Ballade „World is turning” mit dem knackigen Refrain, den sich nun wirklich jeder merken kann: „The world is turning round and round, and I am standing still”, um dann in diesen merkwürdigen Bewegungsrhythmus des Blues überzugehen. Kopfwackeln auf die Eins, gefolgt vom typischen Hüftknick. Dazu viele potenzielle Tänzer, die nur auf eine tanzbare Nummer warteten, um coole Figuren aufs Parkett zu zaubern.

Bukovski, Frontmann der Latvian Blues Band: Die Band aus Riga kann nicht nur virtuosen Spitzenblues, sondern auch Pary. - © Ulla Meyer
Bukovski, Frontmann der Latvian Blues Band: Die Band aus Riga kann nicht nur virtuosen Spitzenblues, sondern auch Pary. | © Ulla Meyer

Jeder Block hatte geplante 45 Minuten, was auf der einen Seite super war und für Abwechslung sorgte, auf der anderen Seite oft den Flow der Party ausbremste. Denn immer wenn die Stimmung hochkochte und sich die ersten Tanzpaare eingroovten, ging es auch auf die Umbaupause zu und Schluss war.

Eine feste Größe für sämtliche Paderborner Jazzfans ist auch Harriet Lewis, kongenial begleitet vom Gregor Hilden Trio, die im normalen Jazzclub-Ambiente schon großartig rüberkommt, im Partybetrieb jedoch alles zum Wiegen und Wogen bringt. Man hat auch den Eindruck, dass sämtliche Künstler vom Konzert- in den Partymodus wechselten, was anscheinend auch mehr Spaß und den Kontakt zum Publikum wesentlich direkter macht. Denn es ist tatsächlich komplett anders, mit einem tanzenden als mit einem sitzenden Publikum zu kommunizieren.

Nächstes Event schon im März

Was natürlich erst recht für die Boogie Soulmates XL galt, eine Allstar-Band, die sich dem alten Sound der 50er und 60er Jahre verschrieben hat. Am Samstag musizierten Alicia Emmi Berg, Niels von der Leyen und Andreas Bock, dazu noch Mitch Kashmar, der offiziell zu den „Top Ten” der weltweit besten Blues-Harmonica-Künstlern zählt und das auch eindrucksvoll bewies.

Bluesige Blasmusik kennt man ja von Ska-Bläsern der Latvian-Bluesband, Posaune und Saxophon treiben auch den Sound der Al Jones Band nach vorne, wenn der Frontmann mal kurz Pause macht. Dazu eine leibhaftige Bassistin ein seltener Anblick im Jazzgeschäft, wo die Frauen fast ausschließlich als Sängerinnen in Erscheinung treten.

Alle waren hochzufrieden und der Jazz-Club stellte natürlich wieder das nächste Spitzenevent in Aussicht: Am Freitag, dem 15. März gibt es Prickelndes zwischen Jazz & Funk wieder mit einer Spitzenfrau, der Saxophonistin Katharina Maschmeyer, ihrem grandiosen Quartett und dem Conga-Spieler Nippi Noya.

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